Gemeinsinn für mehr Sicherheit im Wasser

Wenn jede Minute zählt – der am letzten Mittwoch gemeinsam mit der SRLG Mittelrheintal durchgeführte Sommeranlass hat die FDP-Mitglieder ins Staunen versetzt. Bei einer Rettungsübung im Rhein haben die Wasserretter ihre beeindruckende Arbeit vorgeführt und für die Gefahren am Wasser sensibilisiert. Mit ihrem freiwillig geleisteten Engagement stehen diese Einsatzkräfte für einen zentralen Wert der FDP: Gemeinsinn. Die FDP ist überzeugt von der Wichtigkeit dieser Tätigkeit und unterstützt die SLRG deshalb mit einer Spende.

Am Mittwoch, 30. August 2017 führte die FDP Rheintal gemeinsam mit der FDP Au-Heerbrugg ihren Sommeranlass 2017 durch. Die Veranstaltung fand dabei in Diepoldsau sowie Heerbrugg statt und stand ganz im Zeichen des Gemeinsinns.

Beindruckende Vorführung

Ausgangspunkt für den Sommeranlass war die Trambrücke am Rhein. Dort führte der Einsatzzug der SLRG Sektion Mittelrheintal eine sehr beeindruckende Einsatzübung im und am Wasser durch. So führten die Wasserretter vor, wie eine Person aus dem reissenden Strom gerettet werden kann. Zudem präsentierten sie ihr Haupteinsatzmittel: ein Boot für Wildwassereinsätze. Während der Vorführung kommentierte der Sektionspräsident und Einsatzleiter, Joël Rodi, den Einsatz für die anwesenden FDP-Mitglieder.

Informatives Referat im Madlen

Im Anschluss an die Vorführung begaben sich die FDPler und der Einsatzzug der SLRG ins Kino Madlen. Dort stellte Präsident Joël Rodi die SLRG detailliert vor. Dabei galt das Augenmerk insbesondere dem Einsatzzug. Dieser wird durch die Kantonale Notrufzentrale beziehungsweise die lokale Feuerwehr aufgeboten, wenn es Ereignisse im oder am Wasser zu bewältigen gibt. So reicht das Einsatzspektrum von Personen- oder Tierrettungen über technische Hilfeleistungen bis hin zu Such- und Hochwassereinsätzen.

Verein erfüllt öffentliche Aufgabe

„Wir sind aktuell die einzige Organisation im Rheintal, welche die nötige Ausbildung und Ausrüstung hat, um solche Einsätze zu bewältigen“, erklärte Joël Rodi. Dabei ist bemerkenswert, dass es sich bei der SLRG nicht um eine staatliche Organisation handelt, sondern um einen privaten Verein. Neben den Einsätzen im Auftrag der Rettungskräfte führt die SLRG auch Rettungsschwimmerkurse und -trainings durch.

Freiwilligenarbeit zu Gunsten aller

Die rund zwei Jahre dauernde Ausbildung zum Wasserretter wird durch die SLRG selber abgedeckt. Die persönliche Ausrüstung der Einsatzkräfte wird vielfach aus dem eigenen Portemonnaie bezahlt und die Spezialausrüstung sowie die Einsatzfahrzeuge werden durch Spenden finanziert. Die Frauen und Männer der SLRG leisten also freiwillig einen sehr grossen und wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Rheintalerinnen und Rheintaler am Wasser.

Einsatzfahrzeug in die Jahre gekommen

Das aktuell auf dem Feuerwehrstützpunkt Heerbrugg stationierte Fahrzeug der Wasserrettung wurde 1988 erstmals in den Verkehr gesetzt. 2015 konnte die SLRG den Bus von der Feuerwehr übernehmen. Aufgrund des Alters des Fahrzeuges wird nun aber nach einem Ersatz gesucht. Dafür hat die SLRG ein Spendenprojekt ins Leben gerufen, das sie bald der Öffentlichkeit präsentieren wird.

Gemeinsinn zentral für Gesellschaft

Im Anschluss an das Referat sprach FDP-Regionalpräsident Gabriel Macedo zu den Mitgliedern. Er strich die Wichtigkeit von Gemeinsinn für die Gesellschaft heraus. So ist ein solches Engagement wie dasjenige der SLRG nur möglich, wenn Menschen freiwillig bereit sind, mehr zu leisten: beispielsweise am Wochenende Einsatzübungen und Trainings zu besuchen und im Notfall ihren Arbeitsplatz zu verlassen und andere Menschen zu retten.

Spende für SLRG

Dieses Engagement verdankte Macedo im Namen der gesamten FDP. Es blieb aber nicht nur bei Worten: Die FDP spendet der SLRG aus der Vereinskasse CHF 100.- und mit der Kollekte des Abends sind insgesamt CHF 532.- zusammengekommen. Zudem wird sich die FDP dafür einsetzen, dass die SLRG zukünftig eine grössere Unterstützung durch die lokalen und kantonalen Behörden erhält. Die FDP ruft zudem die Bevölkerung auf, die SLRG Mittelrheintal ebenfalls zu unterstützen.

Persönlich etwas mitnehmen

Gemeinsinn wird aber nicht nur am Wasser gelebt. Diverse Organisationen und Personen setzen sich tagtäglich für ihre Mitmenschen ein – freiwillig. Gabriel Macedo sprach aber auch von den schönen Momenten. So bedeuten Vereine nicht nur Arbeit – nein, man kann persönlich auch immer von schönen Erinnerungen und Einrücken profitieren. Im Anschluss an die Referate fand ein gemeinsamer Apéro statt, bei dem noch viel über Gemeinsinn und Freiwilligenarbeit diskutiert wurde.

 

Heerbrugg, 31. August 2017