FDP Rheintal ist mit künftigem Poststellennetz nicht einverstanden

Die FDP.Die Liberalen Rheintal zeigt sich nach Bekanntwerden der vermuteten Zukunftsaussichten der Rheintaler Poststellen erstaunt über das Ausmass. Selbstverständlich hat sich die Post nach Meinung der Regionalpartei an wirtschaftliche Grundsätze zu halten, dies aber im Rahmen ihres volkswirtschaftlichen Gesamtauftrages.

Rheintal überdurchschnittlich stark betroffen

Die Region Rheintal scheint besonders betroffen vom Überprüfungs- und Schliessungsprozess zu sein. In der Region Rheintal werden zwölf von dreizehn Poststellen als gefährdet angesehen, sechs davon seien bereits im Schliessungsprozess. Einzig die Poststelle in Altstätten scheint gesichert zu sein. Im Vergleich zu den anderen Regionen steht dies in keinem Verhältnis.

Die FDP.Die Liberalen Rheintal sieht die Region als unbegründet überdurchschnittlich stark betroffen, angesichts der Grösse – das Rheintal ist, was die Einwohnerzahl angeht, die zweitgrösste Region im Kanton St.Gallen – und der wirtschaftlichen Bedeutung für den gesamten Kanton ist dies unverständlich.

Stolpersteine verhindern

Das St. Galler Rheintal ist ein leistungsstarker Wirtschaftsstandort und zugleich eine äusserst attraktive Wohnregion. Die Poststellen nehmen dabei einen nicht zu unterschätzenden Wert ein, sie sind für Unternehmen aber auch für Zuzüger eine wichtige Voraussetzung zur Niederlassung in der Region bzw. in den Gemeinden.

Der heute gut ausgebaute Service Public hat für die Region Rheintal als Wirtschaftsstandort und Wohnregion eine wichtige Bedeutung, der Abbau stellt dabei für die Region und auch für den Kanton selbstgelegte Stolpersteine dar – dies in einer Grenzregion, die den Frankenschock gerade erst mehr oder weniger überstanden hat. Auf diese wirtschafts- und wohnpolitischen Tatsachen ist ebenfalls Rücksicht zu nehmen.

Die Regionalpartei prüft zurzeit Möglichkeiten Einfluss zu nehmen und wird sich bei den zuständigen Stellen für die Region einsetzen.

FDP offen für flexible Zukunftsmodelle

Die Regionalpartei stellt sich hingegen neuen, flexibleren Modellen sehr offen gegenüber. Die Digitalisierung bietet in allen Bereichen der Wirtschaft neue Möglichkeiten und Chancen, diese sollen genutzt und auch von der Post angeboten werden – dies aber unter Beachtung der Menschen, die nicht mobil sind oder dem technischen Fortschritt nicht folgen können. Die heute oft genannten Postagenturen sind davon leider noch weit entfernt und kein gleichwertiger Ersatz für Poststellen.